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	<title>GameEarth &#187; esport esconf 2009</title>
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	<description>Blog zur kritischen Betrachtung des eSport, Video-Game Kultur und dem Status in der Gesellschaft</description>
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		<title>ESCONF: expect emotions</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 10:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t0bs3n</dc:creator>
				<category><![CDATA[eSport]]></category>
		<category><![CDATA[esport esconf 2009]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Lange war es ruhig um gameearth, aber der eSport kennt solche kreativen Pausen nicht. Am 26 Mai war die ESCONF in Köln am Zollhafen und im Gepäck ein interessantes Programm mit Vorträgen von Prof. Müller-Lietzkow, den Schellhasen-Zwillingen, Ibrahim Mazari von Turtle Entertainment und Simon Wondracek und Stefan Dähn. Die Konferenz wurde in den Örtlichkeiten von Electronic Arts am Zollhafen ausgetragen und ich muss gestehen, abgesehen von den Baustellen, ein sehr schöner Arbeitsplatz.</p>
<p><span id="more-134"></span></p>
<p align="justify">Dank der deutschen Bahn kam ich leider eine halbe Stunde zu spät und konnte nur noch die letzten Worte von Simon Wondracek’s Vortrag über „eSport – Was ist das eigentlich?“ anhören, was jedoch sofort aufgefallen ist, dass die ganze Thematik auf ein sehr allgemeines, eSport-fremdes Publikum ausgerichtet war. Jedoch ein Blick in den Raum offenbarte ein eSport-Publikum, von Leuten der ESL, WCG über die Presse von readmore und fragster zu Personen von Clans, Herstellern und Spiele-Entwicklern, also das „Who is Who“ des eSport, wie es auch treffend auf dem Programmheftchen beschrieben wurde. Was aber fehlte, waren die Eltern, Pädagogen und Politiker. Auch „fremde“ Medien waren eher Mangelware bis auf eine Redakteurin von gulli.</p>
<p align="justify">Der nächste Vortrag war das Highlight der Konferenz, vor allem erkennbar an dem Publikum, Jens Hilgers (Turtle Entertainment), Frank Sliwka (e-SB undVeranstalter der ESCONF) und Thomas von Treichel (WCG Europe) waren anwesend. Prof. Müller-Lietzkow und fing auch direkt an über den eSport zu schimpfen und zu schimpfen gab es einiges. „Der eSport hat sich seit 2006 nicht mehr weiterentwickelt!“ Eine Aussage der ich größtenteils zustimmen muss, immerhin hatte ich eine eSport-Pause von 2006 bis 2008 und obwohl viele neue Namen aufgetaucht und verschwunden sind, ist vieles ähnlich geblieben. Natürlich hat sich in dem Clan-Wesen und Ligen-Wesen einiges bewegt und gerade SK und die ESL zeigen den steigenden Grad der Professionalisierung. Doch man stößt an die selben Grenzen wie vor drei Jahren, eSport ist immer noch kein anerkannter Sport, es gibt keinen funktionierenden Verband, die Wissenschaft lässt den eSport aussen vor (shame on me, too). Spannend jedoch war die Diskussion daraufhin zwischen Frank Sliwka und Jens Hilgers, der eine forderte mehr Support für den e-SB und der andere Konzepte. Fazit war eine folgende Gesprächsrunde. Laut fragster führte dieses Gespräch zu einem auszuarbeitenden Strukturpapier und ein zu suchender Geschäftsführer auf Teilzeit-Basis.</p>
<p align="justify">Als nächstes war ein Vortrag über „Business Lösungen im Bereich Branding und Team-Management“ von Christian Funk (nGize), störend an diesem Vortrag war die nüchternde Business-Schiene die der Vortragende anwendete und damit im Kontrast zu den geforderten Emotionen (Müller-Lietzkow) stand. Dies ist zwar eine Sichtweise, jedoch ist der eSport noch weit davon entfernt auf Zahlen heruntergerechnet zu werden. Der Vortrag klang auf jedenfall professionell und sehr wirtschaftlich, ich hoffe jedoch, dass dies nicht die Wirklichkeit von nGize ist. Eine wirtschaftliche Basis ist notwendig aber gerade im Bereich Sportmanagement und Teammanagement sind Emotionen zwingend erforderlich, sei es Motivation, Team-Building oder Team-Klima. Ein Bereich der, in meinen Augen, noch zu sehr vernachlässigt bzw. aus dem Bauch heraus gemacht wird, aber mit solchen Worten fliegt man auch im Fussball auf die Nase (siehe Klinsmann). Danach kamen die Schellhase Zwillinge mit einem Vortrag aus ihren Erfahrungen im eSport, für mich ein sehr interessanter Grundtenor, dass die Bildung wichtiger als der eSport ist, ein Thema dass in den nächsten Jahren sehr heikel sein wird, denn die ersten Fulltime eSportler werden ihre Karriere beenden und nicht jeder wird ein Absprung wie Jonas Bolack finden und bei Steelseries Karriere machen, hier bin ich auf die Zukunft von Franz Burghardt gespannt, der keine Ausbildung besitzt (oder irre ich mich da?). Gefreut habe ich mich über die Kampfansage von den Zwillingen zwei Medallien bei den diesjährigen World Cyber Games zu holen.</p>
<p align="justify">Der nächste Vortrag von Ibrahim Mazari über die Bedeutung von Aufklärungsarbeit war vor allem über das Thema Eltern-Lan, hierbei verweis ich auf einen folgenden Artikel von meinem Kollegen Thomas Lüthje über die Thematik Eltern-Lan. Darauf folgend der Vortrag von Stefan Dähn, auf den ich mich persönlich sehr gefreut habe, über die Rolle von Turnieren/Events im eSport, es ist schon interessant wieviele Turniere kamen und gingen, weil sie von den Sponsoren abhängig sind, hier hoffe ich auf das positive Beispiel Dreamhack die sich langsam international verbreiten will. Weiterhin den extremen Einbruch an Preisgeldern von Warcraft 3, aber dies liegt an dem „drohenden“ Release von Starcraft II. Es gibt auf jedenfall viel zu tun, sei es die Öffnung für neue Spiele, die zunehmende Bedeutung von Publisher-Events oder auch die Vertragssicherheit, die Sicherung von Preisgeldern und vor allem die Überschneidungsfreiheit von Groß-Events.</p>
<p align="justify">Leider konnte ich nicht mehr die Seminarreihen beiwohnen, jedoch kann man als Fazit sagen, dass die ESCONF sich wieder mehr auf den eSport konzentrieren sollte und generell die Vorträge wieder spezieller aussuchen sollte. Der Fokus auf Aufklärungsarbeit ist zwar wichtig, aber in diesem Rahmen wohl fehl am Platz. Lieber eine Fokussierung auf die eSport-Szene und mehr Platz für Diskussionen. Ich hoffe, dass nächstes Jahr tiefgreifende Themen vorgetragen werden und dass Herr Prof. Müller-Lietzkow nicht soviel über den eSport schimpfen muss. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, dass ich ein wenig über Personalarbeit im eSport referrieren darf, auf jedenfall kann ich jedem die ESCONF nahe legen, wenn man den eSport weiterbringen will, vor allem sollte man mehr versuchen sich an dem Slogan der UEFA 2008 zu orientieren: „Expect Emotions!“</p>
<p align="justify">Hier noch der Link zu der <a href="http://www.esports-forum.com/">ESCONF</a> mit den Vortägen zum nachlesen</p>
<p align="justify">Auch veröffentlicht auf <a href="http://www.gamestudy.de/2009/06/esconf-expect-emotions-gameearthorg/">gamestudy.de</a></p>
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