Endlich ist es soweit, die Gamescom in Köln öffnet ihre Pforte und ich muss gestehen meine Erwartungen waren hoch, immerhin hatte ich im Frühjahr die Ehre das Messegelände zu besichtigen im Rahmen der RolePlayConvention. Glücklicherweise konnte ich schon, vor den Horden der normalen Besucher, durch die Messe laufen und somit einen ersten Blick darüber werden. Vier Hallen voll mit Videogames lässt das Herz höher schlagen. Aber ich muss gestehen, die Kreativität der Stände war doch sehr eindimensional und bestanden aus einer Reihe von Bildschirmen, wo man spielen konnte, vor allem Casual-Games und Sportspielen garniert mit hilfsbereiten Messe-Hostessen, einem großen Bildschirm mit bisschen Aktivität und langen Schlangen vor den Showrooms. Eine Alternative dazu, waren die Stände zu Spielen wie Rockband, Lego-Rockband und Guitar Hero, wo dann der Zuschauer die Bühnenshow durchführen musste.
Abgeschreckt durch diese Schlangen von Leuten vor den Showrooms, mussten die Informationen an den Ständen ausreichen und Negativbeispiel hierfür war leider Lucas Arts mit mehreren Laptops, wo man Wiki-ähnlich Informationen zu dem Spiel bekommen konnte. Interessant, aber nicht neu, war die Half-Pipe für Tony Hawks Ride und die Skateboarder waren sehenswert. Die Schlangen vor dem Blizzard-Stand waren leider am längsten, deshalb konnte ich auch leider kein Diablo 3 anspielen.
Highlight der Messe und genauso wie bei der CeBIT ein Grund zu verweilen, war der Stand der ESL. Mit einer schönen Bühne und vielen interessanten Spielen, konnte der Stand viele Zuschauer fesseln und gegenüber den langweiligen Ständen Punkte sammeln. Mit World of Warcraft war am Donnerstag ein gutes Programm angeboten und konnte mit guten Spielen, die Massen fesseln und auch ein Vladimir Klitschko der die Intel Extreme Masters eröffnete, passte in das Ganze sehr gut und mit Smudo am Freitag im Rahmen von Volkswagen, ist ein weiterer Highlight verpflichtet worden.
Als Fazit lässt sich sagen, dass die Messe weniger zu bieten hat, als in den letzten Jahren und gerade mit diesem Trend von Showrooms es sich teilweise verhält wie in der DDR. Hier ist auf jedenfall Handlungsbedarf und bedeutet für mich für 2010 den Medientag freizuhalten, um auch die Showrooms zu genießen zu können.

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