Vor fast zwei Woche ging es heiß her, denn gleich drei eSport Events standen an. Natürlich habe ich es mir auch dieses Mal nicht nehmen lassen nach Köln zu reisen, dort sollte es im Rahmen der ESL Pro Series Finals heiß hergehen. Was alles so passiert ist und ob es wirklich heiß her ging, das könnt ihr in den nächsten Zeilen nachlesen.
Die Bahn macht Mobil
Oder wahnsinnig. Zum Glück bin ich immer überpünktlich am Bahnhof, sonst hätte ich am Freitag wirklich Probleme bekommen. Rund 30 Minuten hatte ich noch, trotzdem stand der Zug bereit. Geschwind noch was zu knabbern besorgt und ab dafür. Kaum im Zug sprach mich ein Herr an, ob wir denn im Richtigen seien. Da die Anzeige vor kurzem auf den IC 2021 umgesprungen ist, wird es wohl richtig sein. Doch irgendwas machte auch mich misstrauisch, also machte ich es mir vorerst nicht gemütlich. Plötzlich machte es Klick, Dunkelheit. Warum stellen sie mir das Licht im Wagen aus? Um mich herum verließen die wenigen anderen Passagiere fluchtartig den Zug. Und wieder allein, allein. Draußen sah ich den Zugbegleiter entlang schlendern und irgendwie dachte ich mir, ich steige besser aus. Raus in den Regen. Nach dem aussteigen wurde ich mit einem “Nanu, da war ja noch jemand im Zug” begrüßt. Schönen dank auch. Fahrt mich ruhig auf das Abstellgleis, macht mir doch nichts. Doch wo ist denn nun unser Zug? In 5 Minuten ist Abfahrt nach Fahrplan und keine Spur. Nun stand ich hier mit 3 anderen Passagieren, “hehe wären wir doch fast auf dem Abstellgleis gelandet”… Plötzlich quatscht uns ein anderer Zugbegleiter von der Seite an: “wo wollen sie denn hin?”. In Gedanken versunken, wie gerne ich doch den oder die Verantwortlichen für das Chaos gewürgt hätte, bekam ich nur noch ein “ja das ist dieser hier” mit. Schreckartig wurde ich wieder wach. Ich habe meinen Zug gefunden.
Hurra hurra die Finals sind da
Meine Übernachtungsgelegenheit ist gut eine Stunde von Köln entfernt, also noch etwas Zeit Gedanken über den Samstag zu machen. Nunja, hätte ich mir das für den Zug aufgehoben würde ich nun nicht bei 2° in Krefeld auf Selbigem warten. Kaum unterwegs klingelte das Handy, wo ich denn bleibe. Vorbei war es mit meiner Pünktlichkeit, denn ich war erst gegen 14:00 Uhr am Hansaring in Köln. Treffen an der Pizzeria hieß es, Hunger hatte ich zwar keinen aber dort ist es warm. Und dort waren wir nun zu Viert. Plötzlich schoben sich zwei weitere an den Tisch. Es war Daniel, den die meisten hier eher unter lpp (der Restevernichter) kennen, inklusive Anhang. Plötzlich wurde zur Eile gedrängt, irgend ein Meeting stand an. Kaum auf der Location angekommen sind alle verschwunden, und ich konnte mich in Ruhe umsehen. Daniel (lpp) hat es sich nicht nehmen lassen und sich in das Dawn of War 2 Finale gespielt, dort unterlag er aber leider seinem Konkurrenten (der in der laufenden EPS-Season den vierten Platz belegt hatte). Doch genug des Rahmenprogramms, Zeit für ein paar Matches. Und wie es sich für die EPS Finals gehört hatte man bereits vor dem Warcraft 3 Spiel von ixi gegen yaws Verspätung. Das Spiel selbst verzögerte sich übrigens auch, dafür war es ein Kracher. Schade, dass ich bereits los musste, denn ich war noch in Bochum mit einem Freund verabredet. In Bochum bei McDonalds angekommen hat es gut geschneit, ich habe noch groß gesagt so etwas gibt es im Norden ja gar nicht. Wenn man derzeit aber aus dem Fenster schaut, sieht das ein wenig anders aus…
Und wer wird denn nun Deutscher Meister?
Es wurde eine lange Nacht, erst gegen 06:30 Uhr war ich im Bett. Gegen 08:45 Uhr wurde ich wieder wach, super ich kann noch 15 Minuten weiter schlafen. Als ich dann aber das nächste Mal auf mein Handy geschaut habe war es 11:00 Uhr, 5 Anrufe in Abwesenheit, ich habe verschlafen. Mein Fahrer schläft auch noch tief und fest, Keine Chance ihn wach zu bekommen. Um 10:30 Uhr war ich in Köln mit zwei Freunden verabredet, gegen 15:30 Uhr war ich dann kurz vor der Location. Noch ein paar Sätze mit Tobias Scholz gewechselt, der bereits wieder abreisen musste. Wieder kam mir Daniel (lpp) mit einem grinsen entgegen, “ich nehme am Starcraft 2 Turnier teil”, sagte er. Ob er dieses gewonnen hat könnt ihr in Daniels Starcraft 2 Erlebnisbericht nachlesen. Ich frag mich immer noch, wie er das mit den Standard Keys geschafft hat, aber er ist wohl einfach besser als ich. Kaum geschlafen, schmerzende Füße und, was noch schlimmer war, eine schmerzende Nagelbettentzündung sorgten dafür, dass ich Heute nicht wirklich viel tat, Hauptsache sitzen. Gemeinsam mit meinem Freund schaute ich dann beim Starcraft 2 Turnier zu, später schauten wir uns die Finalspiele an. Erstaunlich wie langweilig das Finale in Counter-Strike 1.6 war, ich hatte mir mehr erhofft. Kaum stand der Sieger fest, stürmte die Masse raus. Gab es draußen was umsonst? Nur einer der Ungereimtheiten die mir an dem Wochenende aufgefallen sind, aber das ist was für einen späteren Artikel. Nun durfte ich warten, denn mein Zug nach Hamburg sollte erst um 02:15 Uhr abfahren. Ich musste also 8 Stunden bei 2° auf dem Kölner Hauptbahnhof überbrücken, bis ca 22:00 Uhr herrschte dort auch reges Treiben. Schlagartig war Ruhe, auch in meinen Kopfhörern. Die Batterie meines Mp3 Players war leer, gutes Timing. Wenigstens hatte ich mit dem Zug Glück. Ein leerer Schlafwagen für mich alleine, direkt mal gemütlich gemacht. “Hier noch jemand dazu gestiegen?”, nein gtfo. Zwei Stunden später wurde ich wieder gefragt, ist ja nicht so, dass ich einfach nur noch schlafen wollte. Ab Bremen war allerdings Schluss damit, der Zug wurde hier sogar richtig voll. Die Berufspendler hatten sich scheinbar ausgerechnet meinen Zug ausgesucht. Endlich am Zielbahnhof angekommen wurde ich wieder von gefühlten Minusgraden begrüßt, es schneite sogar. Im Regen abgefahren, bei Schnee angekommen. Den gesamten Montag verschlafen kämpfe ich seit Mitte der Woche mit der Grippe, so heftig wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Dennoch würde ich das ganze jederzeit noch einmal machen.

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